Zungenbrennen

….auch als brennendes Mund-Syndrom bekannt, wird als ein brennender Schmerz auf der Zunge, den Lippen oder im ganzen Mundraum wahrgenommen. Dieses Symptom tritt ohne sichtbare Anzeichen von Hautreizungen auf, wird aber oft begleitet von anderen Symptomen, wie Mundgeruch oder einen schlechten Geschmack im Mund. Zungenbrennen betrifft Frauen siebenmal so häufig wie Männer und ist in den meisten Fällen ein Symptom der Wechseljahre. Bis zu 40% der Frauen sind während der Wechseljahre, in der Regel zwischen 3 Jahre vor und 12 Jahre nach der Menopause, davon betroffen. Frauen, die anhaltende Schmerzen oder ein Brennen auf der Zunge, den Lippen, am Zahnfleisch oder anderen Bereichen ihres Mundes haben, sollten den Rat ihres Arztes einholen.

Weil das Zungenbrennen am Häufigsten bei Frauen während der Wechseljahre auftritt, sehen Forscher die primäre Ursache in dem hormonellen Ungleichgewicht. Es ist bekannt, dass Östrogene eine wesentliche Rolle bei der Zusammensetzung des Speichels spielen. Ebenso haben Östrogene eine bedeutende Wirkung für die bitteren Geschmacksknospen auf der Rückseite der Zunge. Die Geschmacksknospen sind von einer korbartigen Ansammlung von Schmerzneuronen umgeben und werden aktiviert, wenn durch den niedrigen Östrogenspiegel die Geschmacksknospen beschädigt werden.

Erste Hilfe

  • Glycerin-Gel besitzt einen kühlenden Effekt
  • Ölziehen ( Sonnenblumenöl, Kokosöl, Olivenöl )

 Weitere Ursachen können sein…

  • Diabetes
  • Candida (oral Hefe)
  • Mundtrockenheit (Xerostomie)
  • Medikamente (Diuretika, orale Diabetes-Medikamente, einige Blutdruck- Medikamente)
  • Blutanomalien; Nährstoffmangel
  • Magensäure Reflux
  • Allergien (Lebensmittel, Zahnpasten , Mundspülungen, Kaugummis)
  • geographische Zunge
  • Zahnerkrankungen
  • psychologische Ursachen (Depressionen)
  • chronische Infektionen
  • entzündliche Erkrankungen (falsch sitzende Protesen)
  • Nervenschäden
  • Nikotinkonsum
  • Mundkrebs (sehr selten)
  • HWS-Syndrom

 Therapieansätze:

  • Meidung scharfer Gewürze
  • Alkoholkonsum und Rauchen vermeiden

  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr

  • mit Kräutern würzenz.B. Minze, Salbei, Petersilie, Rosmarin, Melisse, Thymian

  • Phytotherapie, z.B. Traubensilberkerze, Ginseng

  • Entspannungstechniken erlernen

  • Bitterstoffe – bei Sodbrennen, Verdauungstörungen und Magenproblemen

  • Homöopathie, z.B. Mezereum, Teucrium marum verum, Myrrhetinktur

  • Vitamine & Mineralstoffe  – Vitamin B12, Folsäure & Komplex, Vitamin C, Magnesium

p

Häufigkeit in den jeweiligen Phasen

selten in der Prämenopause

sehr häufig in der Perimenopause

häufig in der Postmenopause

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du dich damit einverstanden. Weitere Informationen erhältst du auf der Seite Datenschutzerklärung.

Schließen