Depressionen

….sind ein mentaler Zustand, der von einem pessimistischen Gefühl der Unzulänglichkeit, einem Gefühl von Traurigkeit und einem mutlosen Mangel an Aktivität gekennzeichnet ist. Schwere und Dauer einer Depression sind wesentliche Faktoren bei der Unterscheidung zwischen einer gewöhnlichen Traurigkeit von einer depressiven Störung. Gefühle von Traurigkeit sind im Leben normal und auch besonders bei Rückschlägen oder Verlusten notwendig. Wenn aber solche Gefühle bestehen bleiben oder das tägliche Leben beeinträchtigen, könnte es eine depressive Störung signalisieren. Eine Depression kann in jedem Alter auftreten. Viele Frauen leiden unter den Symptomen einer Depression bereits zwischen ihrem 20. und 30. Lebensjahr.Depressionen sind ein häufiges und potenziell ernstes Symptom der Wechseljahre. Frauen im Alter von 45 bis 55 sind vier Mal häufiger betroffen, an Depressionen zu erkranken. Bis zu 30% der Frauen in den Wechseljahren leiden an Depressionen oder depressiven Episoden. Eine unbehandelte Depression kann zu schweren psychischen Störungen führen.

Ursachen dafür können sein…

Östrogenmangel

Die zugrunde liegende Ursache der Depression bei Frauen in der Menopause hat mit einem hormonellen Ungleichgewicht zu tun, vor allem verringerte Mengen an Östrogen. Dieses Hormon spielt eine große Rolle bei der Regulierung der Gehirnfunktionen und beeinflusst wesentlich, zusammen mit den Hormonen Serotonin und Cortisol, die Stimmung der Frau. Verringerte Konzentrationen von Östrogen während der Wechseljahre können auch andere physische und psychische Symptome, wie Hitzewallungen und Angst verursachen, die wiederum zu Depressionen führen können.

Andere Ursachen können sein…

Biochemische Störung

  • Noradrenalin, Serotonin und Dopamin sind drei Neurotransmitter, die für die Stimmungslage verantwortlich sind. Neurotransmitter sind chemische Botenstoffe , die elektrische Signale zwischen den Gehirnzellen übertragen.

Genetische Veranlagung

  • Sie kann von einem Elternteil auf das Kind genetisch vererbt werden.
Depressionen Wechseljahre

Persönlichkeitsprägung

  • Menschen, die eine Neigung zu einer pessimistischen Weltanschauung und ein ausgeprägtes, negatives Denkverhalten aufweisen, sind anfälliger für Depressionen.

Umweltfaktoren

  • Stress am Arbeitsplatz, zu hohe Alltagsbelastungen und persönliche Probleme (z.B.Trennung vom Partner) führen langfristig zu Depressionen.

Krankheit

  • Stress und Emotionen stehen oft in einem engen Zusammenhang mit einer Krankheit, wie Krebs oder Diabetes und können ebenso ein Depression auslösen.

Arten von Depressionen

  • Es gibt sechs Arten von Depressionen, einige stehen mehr oder weniger im Zusammenhang mit der Menopause.
 

Schwere Depression

  • Hält länger als zwei Wochen an und wird durch intensive Gefühle von Trauer, Verlust des Interesses an normalen Aktivitäten, Rückzug von Freunden und Familie und negative Gedanken geprägt.

Dysthymie

  • Sie tritt häufig zusammen mit anderen psychischen Erkrankungen, wie Angststörung, Drogenabhängigkeit oder Alkoholkrankheit, auf. Wenig Energie und Antrieb, geringes Selbstbewusstsein und eine geringe Kapazität für Freude im täglichen Leben sind typische Merkmale. Eine Dysthymie dauert oft länger an, in der Regel für zwei oder mehrere Jahre.

Anpassungsstörung

  • Wird oft durch ein belastendes Ereignis oder eine Situation ausgelöst. Sie kann akut (Dauer von weniger als sechs Monaten) oder chronisch (über viele Jahre) anhalten.

Saisonale affektive Störung (SAD)

  • Eine Art von Depression, die von den Jahreszeiten abhängig ist und am häufigsten durch einen Mangel an Sonnenlicht in den Wintermonaten verursacht wird.

Manische Depression oder bipolare Störung

  • Sie wird durch eine Erkrankung des Gehirns verursacht, welche durch affektive Störungen zwischen einem episodischen Verlauf mit depressiven, manischen, hypomanischen oder gemischten Episoden gekennzeichnet ist.

Psychose

  • Sie ist eine Unterart einer schweren depressiven Störung, die sich durch einige psychotische Merkmale, wie Halluzinationen und Wahnvorstellungen (Sehen oder Hören von Dingen, die nicht da sind) oder Täuschungen (irrationale Gedanken und Ängste) auszeichnet.

Cortisol

….auch als „Stresshormon“ bekannt, wird durch das Hormon Östrogen niedrig gehalten. Aufgrund des sinkenden Östrogenspiegels während der Wechseljahre kommt es zu einer ansteigenden Konzentration des Hormons Cortisol, was nach belegten Studien ebenfalls eine Ursache für Depressionen ist.

Serotoninmangel

Serotonin, bekannt als „Glückshormon“, wird durch das Hormon Östrogen stimuliert. Wenn nicht genügend Östrogen während der Wechseljahre vorhanden ist, kommt es zum Absinken oder zu Schwankungen des Serotoninspiegels. Serotoninmangel ist ein häufiger Auslöser für Depressionen.

Verhaltenssymptome

  • Verlust des Interesses an Aktivitäten oder Hobbys und Sex
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Schwierigkeiten, sich an Details zu erinnern
  • Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen
  • Vernachlässigung von Verantwortlichkeiten
  • sich körperlich gehen lassen (ungepflegtes Erscheinungsbild)

Symptome

  • Ermüden
  • übermäßiger Schlaf
  • verminderte Energie
  • zu viel Essen
  • Appetitverlust
  • Schlaflosigkeit
  • Wachheit in den frühen Morgenstunden
  • anhaltende Beschwerden oder Schmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Krämpfe oder Verdauungsprobleme, die trotz einer Behandlung nicht abklingen
  • emotionale Symptome
  • ständig traurig, ängstlich oder ein „leeres“ Gefühl
  • Gefühle der Hoffnungslosigkeit und Pessimismus
  • Gefühle von Schuld, Wertlosigkeit und Hilflosigkeit
  • Reizbarkeit
  • Unruhe
  • Suizidgedanken/Suizidversuche

Depressionen in den Wechseljahren

Um eine Depression genau diagnostizieren zu können, ist es wichtig, die Symptome, die mit ihr verbunden sind, zu lokalisieren. Die Symptome werden in drei Kategorien unterteilt…

Therapieansätze….

1.  Änderungen des Lebensstils

  • Regelmässiges Training und sportliche Aktivitäten, wie Schwimmen, Wandern, Golf, Radfahren, usw. setzen Endorphine frei, lösen Muskelverspannungen, reduzieren Stress und verbessern die Schlafqualität und das allgemeine Wohlbefinden.

  • Gesunde Ernährung, vor allem östrogen fördernde Nahrungsmittel, wie Soja, Äpfel, Luzerne, Kirschen, Kartoffeln, Reis und Yamswurzeln beeinflussen positiv die Gehirnfunktionen. Auf einen übermäßigen Verzehr von zuckerhaltigen Lebensmitteln und alkoholischen Getränken sollte verzichtet werden.

 2.  Alternative Medizin

  • pflanzliche Präparate, wie phytoöstrogene Kräuter (z.B. Johanniskraut führt zu Pigmentstörungen der Haut und kann die Wirksamkeit von anderen Medikamenten mindern)

  • Techniken wie Akupunktur

  • Biofeedback

  • Massage

  • Aromatherapie

  • Homöopathie

  • Bachblüten

  • naturidentische Hormone

  • ausreichend Vitamin & Mineralstoffzufuhr (Vitamin D, Vitamin C, alle B-Vitamine, Magnesium)

3.  Medikamente

  • Interventionen auf der dritten Ebene beinhalten das höchste Risiko und oft die höchsten Kosten

  • Antidepressiva

  • ambulante oder stationäre Therapie

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Häufigkeit in den jeweiligen Phasen

selten in der Prämenopause

sehr häufig in der Perimenopause

selten in der Postmenopause

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