Blähungen

Von Blähungen sind 60-70% der Frauen in den Wechseljahren betroffen. Besonders häufig und auch in unterschiedlicher Stärke treten sie von der Prämenopause bis zur Perimenopause auf.
Die Dauer und Stärke ist hier von Frau zu Frau unterschiedlich, wobei manche Frauen nur ein paar Tage unter Blähungen leiden und dann ein ganzes Jahr nicht. Andere Frauen wiederum leiden mehrere Monate hintereinander. Eine Frau kann morgens mit flachem Bauch aufwachen und im Laufe des Tages eine schrittweise Dehnung ihres Bauches feststellen. Die Blähungen können aber auch innerhalb von ein paar Minuten auftreten und durch Nahrungsaufnahme verschlimmert werden.

Die Ursachen dafür können sein:

Durch einen Mangel an Progesteron und durch gleichzeitig fehlende Eisprünge kommt es zu einem deutlichen Überschuss an Östrogen (Östrogendominanz). Dieser kann zu vermehrter Wassereinlagerung führen und gleichzeitig in Kombination die Darmgase steigen lassen. Bekannt ist dies bei vielen Frauen auch schon vorher, von der eigentlichen Eisprungphase bis zur Regelblutung.

Mit Einsetzen der Regelblutung lassen die Symptome deutlich nach, da nun der Östrogenspiegel deutlich sinkt.

Laktose – Intoleranz:

Ein weiterer Grund für vermehrte Blähungen kann eine Laktose-Intoleranz sein. Denn mit zunehmendem Alter wird im Körper weniger Laktase (ein Enzym im Dünndarm, das für die Verdauung von Laktose (Milchzucker) notwendig ist) gebildet. Gelangt unverdauter Milchzucker bis in den Dickdarm, wird er von den Darmbakterien aufgenommen und zersetzt, wo es dann zur Gasbildung kommt.
Es können sich zudem alle Symptome eines Reizdarmsyndroms zeigen.

Symptome

  • Völlegefühl
  • geschwollener, aufgetriebener Bauch
  • Gefühl der Enge
  • Bauchschmerzen
  • Bauckrämpfe
  • vermehrtes Aufstoßen
  • vermehrte Winde
  • Atemprobleme, „Gefühl, als wenn es einem die Luft abdrückt“
  • Herzstolpern
  • Übelkeit

In den Wechseljahren, auch wenn der Gesamtöstrogenspiegel sinkt, kann es immer wieder zu einem Ungleichgewicht zwischen den Hormonen zu Gunsten des Östrogens kommen. Zusätzlich beeinflusst Östrogen die Produktion von Gallenflüssigkeit. Gallenflüssigkeit wird in der Leber produziert, in der Gallenblase gespeichert und hilft bei der Verdauung, in dem es wie ein Schmiermittel im Darm wirkt. Wenn der Östrogenspiegel infolge der Wechseljahre sinkt, verringert sich auch die Gallenflüssigkeit. Dadurch kann der Stuhl im Dünndarm trocken und hart werden und durch den Mangel an
„Schmiermittel“ (Gallenflüssigkeit) ein verminderter Transport entstehen, was zu Verstopfungen und Blähungen führt.

Blähungen

Erste Hilfe

  • Kräutertee (Anis-Fenchel-Kümmel)
  • Bauch im Uhrzeigersinn massieren
  • Wärmeauflagen

 Therapieansätze:

  • Heilkräuter (z.B. Brennessel, Löwenzahn, Schwarzkümmelöl, Bitterstoffe)

  • Vitamine und Mineralstoffe

  • naturidentische Hormone

  • ausreichende Bewegung

  • ausreichende Wasserzufuhr

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Häufigkeit in den jeweiligen Phasen

häufig in der Prämenopause

sehr häufig in der Perimenopause

häufig in der Postmenopause

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