Panikattacken „Und plötzlich verändert sich alles!“

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Panikattacken gehören mit zu den unangenehmsten Symptomen in den Wechseljahren

Mit Hitzewallungen, Schweißausbrüchen und Gewichtszunahme können sich viele Frauen durch Unterstützung unterschiedlicher und natürlicher Hilfen mit der Zeit arrangieren.

Aber was ist mit plötzlich auftretenden und immer wiederkehrenden Panikattacken?

Sie kommen unverhofft. Treten unerwartet in den unterschiedlichsten Situationen auf.

Zwei Beispiele einer Panikattacke in unterschiedlichen Situationen…

Situation 1

Ich sitze am Steuer meines Wagens und fahre, wie schon länger geplant, auf der Autobahn zu einem Einkaufsbummel in eine größere Stadt. Alles ist in Ordnung, mir geht es bestens und ich bin guter Dinge. Doch plötzlich und absolut unerwartet überkommt mich ein ganz komisches Gefühl. Ich werde unruhiger. Autos, die neben mir und hinter mir fahren, machen mich nervös. Kann mich plötzlich gar nicht mehr richtig konzentrieren. Eine beklemmende Angst steigt in mir hoch. Ich fahre immer noch weiter. Mein Herz fängt an zu rasen an. Merke, wie mein Körper sich immer mehr verkrampft. Alles um mich herum nehme ich nur noch wie durch einen Tunnelblick wahr. Das Steuerrad ist nass, weil meine Hände so schwitzen. Kalter Schweiß steht mir auf der Stirn. Fahre immer noch. Hoffe, es noch bis zum nächsten Parkplatz oder einer Ausfahrt zu schaffen. Meine Füße und meine Hände fühlen sich inzwischen taub an.Todesangst macht sich in mir breit. Angstschweiß läuft mir die Achseln und die Brust herunter. Habe das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen. Würde am liebsten sofort das Auto stoppen, aussteigen und wegrennen. Das geht aber nicht. Schaffe es die nächste Ausfahrt runter zu kommen. Halte zitternd und immer noch angsterfüllt am Straßenrand an. Brauche jetzt Hilfe und will Freunde anrufen. Kann mich immer noch nicht wirklich konzentrieren. Zitternd und mehrfach daneben tippend erreiche ich Freunde und bitte sie mich abzuholen. Muss jetzt erst einmal schauen, wo ich überhaupt bin. Freunde wollen kommen. Kann aber etwas dauern. Raten mir, mich zu beruhigen und hinten ins Auto zu legen, bis sie da sind. Wenn es nicht besser wird, soll ich den Notruf wählen. Nach dem Anruf geht es mir schon ein wenig besser. Irgendwie bin ich erleichtert. Ich lege mich nicht hin. Laufe um meinen Wagen herum. Mir tut die frische Luft irgendwie gut. Mein Herz schlägt auch wieder ruhiger. Das Taubheitsgefühl und Kribbeln in den Händen ist verschwunden. Ich bin zwar immer noch erschrocken, jedoch ist die Nervosität nicht mehr da. Auch das plötzlich eintretende vorherige Frösteln ist verschwunden. Mir geht es von Minute zu Minute besser. Bin mir nun sicher, dass ich doch wieder fahren kann. Möchte aber auf den schnellsten Weg nach Hause fahren. Rufe meine Freunde an, die gerade losfahren wollten, um ihnen zu sagen, dass sie nicht kommen brauchen. Die Rückfahrt gelingt mir bestens und wie gewohnt ohne weitere Panikattacke.

Das Ganze wiederholt sich in den nächsten Monaten immer wieder beim Auto fahren und ist nicht von äußerlichen und anderen Umständen abhängig.

Situation 2

Mein Mann und ich machen regelmäßig einmal im Monat einen Städtebummel. Dabei gehen wir lecker essen und auch öfter mal etwas trinken. Meistens schlendern wir auch shoppingmäßig durch die Einkaufspassagen. Der Tag beginnt schön und ohne besondere Vorkommnisse. Alles ist entspannt. Ich fühle mich gut und freue mich auf den Tag. Wir sind schon ein paar Stündchen im Städtchen. Haben lecker gefrühstückt und auch schon zu Mittag gegessen. Hier und da haben wir schöne Sachen für uns gefunden und gekauft. Ich möchte aber unbedingt noch in eine bestimmte Boutique, deren Filialen es in jeder größeren Stadt gibt. Dort habe ich schon so manches Schöne und für mich passende Kleidungsstück erworben. Vielleicht finde ich auch an diesem Tag etwas für mich. Mal wieder überwältigt von der Auswahl, gehts für mich in die Kleideranprobe. Obwohl es mir Spaß macht, ist und bleibt es auch anstrengend. Es geht zur Kasse. An der Kasse stehend, werde ich immer nervöser und unruhiger. Bekomme plötzlich Herzrasen. Mein Gesicht fühlt sich taub und fahl an. Ich kann dort nicht mehr stehen bleiben. Möchte einfach nur ganz schnell weg. Die ganze Freude von vorhin spielt auf einmal keine Rolle mehr. Auch die ausgesuchten Sachen nicht. Ich renne aus dem Laden. Laufe draußen immer unruhiger werdend hin und her. Da ist sie wieder, diese beklemmende und fürchterliche Angst. Was geschieht da mit mir? Muss ich jetzt sterben? Mein Mann kommt fragend und unverständlich aus dem Laden. Fragt, was denn  los sei?  Ich bin nicht in der Lage, es ihm zu erklären. Möchte einfach nur ganz schnell nach Hause. Der gemütliche Bummelschritt funktioniert bei mir nicht mehr. Immer noch voller Angst und Unruhe laufe ich meinem Mann im Schnellschritt voraus in Richtung Parkhaus. Dabei habe ich das Gefühl, daß ich keinen Schritt vorankomme. Meine Beine fühlen sich dreifach schwerer an. Er schaut mir nur unverständlich hinterher. Endlich an unserem Fahrzeug angekommen, warte ich unruhig auf meinen Mann. Ich sehe ihn, habe aber das ungeduldige Gefühl, daß er im Zeitlupentempo ankommt.  Als wir dann endlich losfahren, werde ich etwas ruhiger und trinke einige Schlücke Wasser. Wir haben immer eine Flasche stilles Wasser im Auto. Ich schließe meine Augen, weil mich alles um mich herum gefühlt nervös macht. Während der Rückfahrt geht es mir zunehmend wieder besser. Zu Hause angekommen, ist alles wieder wie am Morgen. Außer, dass der Stadtbummel so dramatisch enden musste.

Weitere Panikattacken wiederholten sich immer mal wieder zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten. Mal an der Kasse im Supermarkt und öfter mal vor einer roten Ampel stehend. Oder auch beim Essen mit Freunden.

In diesen zwei Beispielen erkennen sich vielleicht ein paar Frauen, die in den Wechseljahren sind, in ähnlicher Weise wieder.

 

Mehrfache ärztliche umfangreiche Untersuchungen, einschließlich Schilddrüse ergaben in diesem Fall keine ernsthafte Erkrankung.

Psychologische und psychosomatische Behandlung unter Einsatz von Antidepressiva oder auch Psychopharmaka wurden abgelehnt.

Durch weitere gynäkologischen Untersuchung mit Festellung des Hormonstatus aus dem Blutserum und auch durch mehrfache Speicheltests, wurde zunächst der Beginn der Wechseljahre festgestellt.(Prämenopause)

An Hand eines in dieser Zeit geführten Symptom Tagebuchs,  zeigte sich deutlich, daß in der ersten Hälfte eines monatlichen Zyklus keine Panikattacken auftraten. Dafür in der zweiten Zyklushälfte häufiger und ganz besonders stark kurz vor Einsetzen der monatlichen Blutung.

Im Verlauf und mit ärztlich festgestellten Beginn der Perimenopause, nahmen die Panikattacken an Häufigkeit zu und waren nicht mehr einem bestimmten Zyklus zuzuordnen.

Panikattacken traten ohne besonderen äußerlichen Einfluss zu den unterschiedlichsten Tages – und Nachtzeiten auf.

Die Folgen waren…

  • dauerhafte Schlaflosigkeit
  • dauerhafte Anspannung und Verspannung
  • Entwicklung einer Angst vor der Angst
  • gesellschaftlicher Rückzug
  • Arbeitsunfähigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • mehrfache Notaufnahme in Kliniken, ohne ernsthaften Befund

Möglichkeiten, ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen

In diesem Fall

  • Rescue (Bachblüten) im Akutfall
  • ausreichend stilles Wasser trinken
  • tägliche Spaziergänge an der frischen Luft (Natur)
  • sich immer wieder der Angstsituation stellen
  • regelmäßige Mahlzeiten
  • regelmäßige Schlafenszeiten
  • kleine eiweißreichen Snack für unterwegs immer dabei haben
  • ausgewogene gesunde Ernährung (viel Gemüse, wenig Fleisch)
  • zusätzlich hochdosiert Vitamine und Mineralstoffe
  • Muskeltraining nach Jacobsen
  • Meditation und Yoga
  • Lavendeltee
  • Melissentee

Täglich mehrmals Affirmieren (Selbstsuggestion) können eine große Hilfe sein. Z.B.

 

„Ich erfreue mich vollkommener Gesundheit, fühle mich wohl und bin sehr glücklich!“

„Ich erfreue mich vollkommener Gesundheit, liebe und akzeptiere mich so wie ich bin!“

In diesem Fall und nach der letzten Regelblutung (Postmenopause), traten die Panikattacken höchstens noch zwei mal im Jahr auf. 

Inzwischen gehören die Panikattacken der Vergangenheit an!

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