„PMS“, das andere Gesicht des weiblichen Zyklus!“

PMS Wechseljahre

Wechseljahre – Ursache – PMS?

Viele Frauen berichten davon, dass sich in den Wechseljahren die Symptome des PMS verschlimmern. Bei anderen Betroffenen treten die prämenstruellen Beschwerden sogar erstmalig auf, wenn das Klimakterium beginnt, denn während der Körper sich im Übergang zwischen gebärfähiger und so genannter postmenopausaler Phase befindet, spielen auch die Hormone mitunter verrückt.

Schließlich sinkt in dieser Zeit der Östrogenspiegel stetig, so dass auch immer weniger Eisprünge und unregelmäßigere Menstruationszyklen stattfinden. Bleibt der Eisprung aus, so führt dies wiederum zu einem Mangel an Progesteron, wodurch das Hormongleichgewicht weiter durcheinander geraten kann. Obwohl das Klimakterium ein ganz natürlicher Prozess im Körper jeder Frau ist, so leiden doch viele von ihnen sehr unter möglichen Beschwerden.

Zunächst sinkt der Progesteronspiegel drastisch…

auf Grund weniger monatlich stattfindender Eisprünge. Es kommt zu einem Ungleichgewicht der Hormone zu Gunsten des Östrogens. Wir kennen das unter dem Begriff Östrogendominanz.

Später wird in den Eierstöcken immer weniger Östradiol hergestellt, was zu einem starken Absinken des Östrogenspiegels im gesamten weiblichen Organismus führt. Stattdessen wird jetzt ein anderes Östrogen, nämlich das nicht ganz so stark wirksame Östron, zum wichtigsten weiblichen Sexualhormon. Zwar sinkt auch der Östronwert während der Wechseljahre ab, doch im Vergleich zu Östradiol nur recht gering./blockquote>

Progesteronmangel
PMS

In den Wechseljahren gerät bei den Betroffenen das feingliedrige Zusammenspiel der Hormone insgesamt aus dem Gleichgewicht.

Hier eine Übersicht der herausragendsten PMS-Symptome

Viele dieser Symptome unterliegen den Merkmalen der 36 Symptomen in den Wechseljahre!

  • Abgeschlagenheit
  • Aggressivität
  • Angstzustände
  • Anhänglichkeit
  • Anschwellen der Beine, Hände, Füße oder des Gesichts
  • Anspannung
  • Antriebsschwäche
  • Antriebslosigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Appetitveränderung
  • Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe
  • Beklemmungen
  • Blähungen
  • Brechreiz
  • Brust: Spannungen, Druck, Ziehen und Schmerzen, erhöhte Empfindlichkeit (Mastodynie)
  • Depression
  • Durchfall
  • Einsamkeitsgefühl
  • Energieverlust
  • Entzündungsreaktionen nach latenten Infektionen
  • Erbrechen
  • Erkältungssymptome
  • Erschöpfung
  • Gefühle überwältigen einen, geraten außer Kontrolle
  • Gelenkschmerzen
  • Geschlechtsverkehr verursacht Schmerzen
  • Gewichtszunahme
  • Hautveränderungen
  • Heißhungerattacken
  • Hitzewallungen
  • Hoffnungslosigkeit
  • Hyperaktivität
  • Interessenlosigkeit für übliche Aktivitäten
  • Konzentrationsschwäche
  • Kopfschmerzen
  • Krämpfe im Unterbauch
  • Kreislaufbeschwerden
  • Lethargie

  • Libidoverlust
  • Lustlosigkeit
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Manische Phase einer Depression
  • Migräne
  • Müdigkeit
  • Muskelschmerzen
  • Nervöse Zustände
  • Ödeme (Wassereinlagerungen)
  • Ohnmacht
  • Panikattacken
  • Rastlosigkeit
  • Reizbarkeit
  • Reizsensibilität erhöht, etwa auf Berührungen, Gerüche, Lärm und Licht
  • Rückenschmerzen
  • Schlafbedürfnis ist erhöht
  • Schlafstörungen
  • Schlechte Laune
  • Schleimhautreizungen der Atemwege
  • Schmerzempfindlichkeit ist erhöht
  • Schwermut
  • Schwindelgefühl
  • Seelischer Druck
  • Selbstwertgefühl ist stark herabgesetzt
  • Sorge
  • Stimmungsschwankungen
  • Tiefe Traurigkeit
  • Übelkeit
  • Unruhe
  • Unterbauch wirkt angeschwollen
  • Unterleibsschmerzen
  • Unzufriedenheit
  • Vergesslichkeit
  • Verlassenheitsgefühl
  • Verstopfung
  • Verwirrtheit
  • Völlegefühl
  • Weinen; grundlos
  • Wesensveränderung
  • Wut, plötzliche Wutanfälle

In der Hochphase meiner Wechseljahre nannte ich es auch gerne
„DAUER-PMS!“

Nicht nur unseren körpereigenen Hormonen alleine schreibt man PMS zu.

Weitere Ursachen können sein:

  • Umweltgifte
  • Kosmetika
  • Reinigungsmittel
  • Fleischkonsum
  • Rauchen & Alkohol
  • Schlafmangel
  • niedriger Blutzuckerspiegel, Insulinresistenz
  • Funktionsstörungen der Schilddrüse
  • Pilzinfektionen
  • Seelische Konflikte und Traumata

PMS hat eine Geschichte!

Viele von uns vermuten immer noch, PMS sei ein typisches Beschwerdebild unserer Wohlstandsgesellschaft, ähnlich wie dies bei Diabetes Typ 2, vielen Herzerkrankungen und den meisten Allergien der Fall ist. Doch PMS scheint kein Problem der Neuzeit zu sein. So wurden bereits im antiken Griechenland prämenstruelle Beschwerden bei Frauen beschrieben. Schon der berühmteste Mediziner des Altertums, Hippokrates von Kos, führte verschiedene seelische Leiden auf, die er in direkten Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus brachte. Dennoch wurde das PMS-Syndrom und vor allem die dabei auftretenden seelischen Symptome bis ins 20. Jahrhundert hinein von vielen Ärzten als Scheinkrankheit belächelt. Doch allmählich erkannte auch die Wissenschaft den engen Zusammenhang zwischen dem zyklischen Hormonhaushalt und der Psyche.

Der erste Arzt, der die an den Menstruationszyklus gebundenen Beschwerden als einen Symptomkomplex beschrieb, war der New Yorker Dr. Robert T. Frank. Mit seiner wissenschaftlichen Veröffentlichung von 1931 prägte er den Begriff „Premenstrual Tension“ (Prämenstruelle Anspannungen, PMT). Erst 22 Jahre später wurde die Bezeichnung PMS populär, denn im Laufe der Zeit wurde immer deutlicher, dass das Beschwerdebild während der zweiten Zyklushälfte weitaus vielschichtiger ist, als dass man es nur mit seelischer Anspannung gleichsetzen kann.

So veröffentlichten 1953 die englischen Mediziner Dr. Katharina Dalton und Dr. Raymond Greene den ersten Fachartikel, der sich mit den unterschiedlichen Symptomen von PMS auseinandersetzte.

Dr. Dalton begann, sich stärker mit dem PMS-Syndrom zu beschäftigen, und schrieb zahlreiche Bücher und Artikel zu dem Thema. Sie selber vermutete, dass ein Ungleichgewicht der weiblichen Sexualhormone für die regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden verantwortlich ist: „Die Östrogen-Dominanz.“

Therapieansätze, die PMS-Symptome lindern können:

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