„Mönchspfeffer“ (Vitex Agnus-Castus) und seine Anwendung in den Wechseljahren
Mönchspfeffer gegen PMS

Der Mönchspfeffer gehört zu den Pflanzen, die eine gestagenartige Wirkung haben.

Zu Beginn der Wechseljahre erfreut sich der Mönchspfeffer hierzulande immer größerer Beliebtheit und wird auch gerne von Therapeuten und Ärzten in der Prämenopause empfohlen.
Er  wird auch gerne in der Behandlung von PMS (Prämenstruelles Syndrom) eingesetzt. Jedoch enthält er nicht wirklich Progesterone und Gestagene, aber er ist in der Lage, dass Gleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron zu Gunsten der Gelbkörperhormone herzustellen.

Beachtenswert ist seine Eigenschaft, den Prolaktinwert zu senken, was zu sexueller Unlust führen kann. Darum wurde Mönchspfeffer schon in der Antike als die Symbolpflanze für die Enthaltsamkeit bezeichnet. 

Wer bei sich die ersten Anzeichen eines Libidoverlustes erkennt, sollte sich gut überlegen, ob Mönchspfeffer das richtige Mittel ist! 

Weitere Untersuchungen weisen darauf hin, dass der Extrakt aus Mönchspfeffer auch einen Einfluss auf andere Hormone, etwa auf das Follikelstimulierende Hormon (FSH) und das Luteinisierende Hormon (LH), hat. Diese sind ebenfalls an der Regulation des Menstruationszyklus beteiligt.

Dies zeigt, wie vielschichtig die Effekte der Heilpflanze sind. Dabei scheint aber nicht eine Substanz alleine für die positive Wirkung verantwortlich zu sein. Vielmehr handelt es sich um ein Zusammenspiel der ätherischen Öle, Farb- und Bitterstoffe und spezifischen Fettsäuren. Im Einzelnen werden unter anderem folgende Inhaltsstoffe des Mönchspfeffers für die gesunden Eigenschaften verantwortlich gemacht: Flavone, Iridiode, Aucubin, Agnusid, Casticin.

Der Schweizer Pharmazeut Dr. Daniel Berger, der für seine Forschungen am Mönchspfeffer mehrfach ausgezeichnet wurde, sieht hierin die Vorteile der Pflanzenheilkunde: „Man hat die ganze Palette der Stoffe und alle wirken auf ihre Art. Aber zusammen wirken sie eben noch besser.“ Während einer Studie konnte Dr. Berger feststellen, dass ein neu entwickelter Extrakt aus den Früchten der Vitex agnus castus bei zwei Dritteln seiner Patientinnen die PMS-Beschwerden linderte.

Hauptsächlich findet Mönchspfeffer Anwendung bei…

Mönchspfeffer in den Wechseljahren

Bei….

  • Ausbleiben der Regel,
  • eine zu schwache Regel oder sogar
  • häufigeres Auftreten der Regel, mit gleichzeitiger Prolaktinerhöhung,

ist Mönchspfeffer hochdosiert in der Lage, positiven Einfluss darauf zu nehmen.  Zyklusbedingter Dauerstress kann zu einer Erhöhung des Prolaktinwertes führen. Es entwickelt sich eine sogenannte Hyperprolaktinämie. Der Zyklus kann sich unter der Einnahme von Mönchspfeffer auch um wenige Tage verlängern.

Einen spürbar positiven Effekt unter Mönchspfeffer erfahren Frauen meistens erst nach mehrwöchiger und regelmäßiger Einnahme!

Unter der Einnahme von Mönchspfeffer können Nebenwirkungen auftreten….

Obwohl er bei vielen PMS-Symptomen einen positiven Einfluss hat, berichten manche Frauen unter der Einnahme von Nebenwirkungen wie

Jedoch verschwinden diese meist recht schnell nach dem Absetzen.

Vitex agnus-castus ist nicht verschreibungspflichtig!

Du erhältst es in der Apotheke

  • in Form von Kapseln,
  • als Urtinktur (z.B. DHU, Spagyra),
  • als Extrakt,
  • als Früchte für eine Teemischung,
  • als Filmtabletten und,
  • als homöopathische Globulis u. Tabletten.

Die Kräuter besorgt man sich am besten in der Apotheke oder einem guten Biokräuter Geschäft.  Man kann sie sich jedoch auch direkt vom Apotheker zusammenmischen lassen.

Ab dem Eisprung oder bei den ersten Anzeichen von PMS täglich 2 – 3 Tassen trinken.

Zubereitung: 2 Teelöffel Kräutermischung mit 200 ml heißem Wasser überbrühen und abgedeckt ca. 10 -12 Minuten ziehen lassen.

PMS Teemischung

40 g Mönchspfeffer

20 g Johanniskraut

40 g Frauenmantel

20 g Melissenblätter

20 g Wolfsrapp

30 g Scharfgarbe

30 g Liebstöckelwurzel

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