Naturidentische Hormone! „Sind sie wirklich für jede Frau geeignet?“

Naturidentische Hormone in den Wechseljahren

Naturidentische Hormone sind auch bekannt als „Bioidentische Hormone“ oder „Natürliche Hormone“.

Die Bezeichnung „bioidentisch“ soll uns sagen, dass der Inhaltsstoff unserem biologischen Körper am ähnlichsten ist.

Natürliche Hormone sind laut Aussage vieler Apotheker die falsche Bezeichnung, da an ihnen nichts natürlich ist.

So wird für die Herstellung von bioidentischem Progesteron das sogenannte Diosgenin aus der Yamswurzel heraussynthetisiert.

Bei bioidentischen Östrogenen handelt es sich meistens um ein Estradiolhemihydrat, was identisch mit unserem körpereigenen Östrogen sein soll.

In Wahrheit sind jedoch alle naturidentischen Hormone, zu denen auch Testosteron und DHEA gehören, eben nur naturidentisch, aber

nicht natürlich.

Wir Frauen erhalten diese als Creme, Gel oder auch in Kapselform. Es handelt sich dabei meist um einen Östrogen- und Progesteronersatz.

 

Diese sind in Deutschland verschreibungspflichtig!

Progesteron können Frauen in Deutschland freiverkäuflich im Internet erwerben.

Angeboten wird es in der Regel in 1-, 2- und 3%iger Dosierung. Ein großer Teil der Frauen, die sich für diese Variante des Hormonersatzes entscheiden, beginnt meist mit der 3%igen Progesteroncreme.

In der Prämenopause, wenn  die ersten Eisprünge ausbleiben und es zu einer deutlichen Östrogendominanz in der zweiten Zyklushälfte mit Brustspannen und weiteren östrogenbedingten Symptomen kommt, empfiehlt es sich, ab Mitte des monatlichen Zyklus die Anwendung zu beginnen und mit der Anwendung 1-2 Tage vor Einsetzen der Regelblutung zu pausieren.

Frauen, die eher einen unregelmäßigen Zyklus haben oder deren Regelblutung sogar teilweise ausbleibt, wenden die Creme gerne durchgehend an. Sie fühlen sich damit insgesamt besser und beschwerdefreier.

Östrogen in Form von Gel

In Deutschland erhalten Frauen „Naturidentisches Östrogen“ in Form von Gel. Es ist grundsätzlich verschreibungspflichtig und nicht auf dem freien Markt erhältlich.

Wenn in der Perimenopause, in der der Progesteronspiegel schon deutlich gesunken ist, auch der Östrogenspiegel sinkt, haben Frauen die Möglichkeit, zum Progesteron auch Östrogen-Gel anzuwenden.

Einige Frauen wenden  ab dem 1. Tag der Blutung 14 Tage lang das Östrogen-Gel und die folgenden 14 Tage die Progesteroncreme an. Sie kommen damit sehr gut zurecht. Andere Frauen wiederum wenden die ersten 14 Tage das Östrogen-Gel, das Progesteron jedoch durchgehend an. Je nach Hormonstatus und Verträglichkeit kann beides durchgehend angewendet werden.

Eine klassische Empfehlung in der Perimenopause ist die Anwendung vom 1. Tag der Regelblutung bis zur Zyklusmitte. Bei einem schon sehr starken Östrogenverlust kann die Anwendung aber auch über den gesamten Zyklus, also ohne Einhaltung von Pausen, stattfinden. Es ist empfehlenswert, Östrogen immer in Kombination mit Progesteron anzuwenden.

Seit 2016 gibt es eine verschreibungspflichtige Alternative zum Gel in Form eines Sprays!

Vor 15 Jahren…

war in Deutschland überhaupt noch keine Rede von naturidentischem Hormonersatz, während er bei den Frauen in Amerika und auch in den Niederlanden schon länger seine Anwendung fand. Inzwischen sind glücklicherweise viele Ärzte in Deutschland bereit, ihren Patientinnen naturidentische Hormone zu verschreiben. Östrogen meist in Gelform und Progesteron in einer angenehmen Kapselform, die Frauen entweder oral, vaginal oder auch durch Öffnen der Kapsel und Auftragen auf die Haut anwenden kann.

Experimentierfreudig?

Wie es die Überschrift schon andeutet, können Frauen bei natürlichem Hormonersatz wahrlich für sich selbst zu einem Versuchskaninchen werden. Sie kennen zwar oft ein Tagesprofil ihres Hormonstatus durch den Arzt oder durch einen Speicheltest, jedoch schwankt die eigene Hormonproduktion in dieser Zeit recht extrem, was die Anpassung der Dosierung für Frauen oft schwierig werden lässt.

Einige Frauen vertragen naturidentische Hormone sehr gut und leben damit fast symptomfrei. Es gibt jedoch auch viele Frauen, die diese Form von Hormonersatz überhaupt nicht vertragen.

Naturidentischer Hormonersatz…

ist die bessere Alternative zum herkömmlichen synthetischen Hormonersatz und diesem auch deutlich vorzuziehen. Ein Versuch sollte es Frauen bei mittelschweren bis schweren Symptome auf jeden Fall wert sein. Am besten lässt Du Dich dahingehend von einem Gynäkologen/in oder einer Heilpraktikerin für Frauenheilkunde ausführlich beraten und ggf. betreuen. Es gibt zudem einige Möglichkeiten, Dich im Internet mit anderen betroffenen Frauen über ihre Erfahrungen auszutauschen.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du dich damit einverstanden. Weitere Informationen erhältst du auf der Seite Datenschutzerklärung.

Schließen